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BeaconVaultHQ
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Story · eine persönliche Gründernotiz

Was passiert mit allem,
wenn ich morgen ausfalle?

Ich bin Softwareentwickler, Unternehmer, Ehemann und Vater. Je digitaler mein Leben und meine Arbeit wurden, desto deutlicher wurde mir: Meine Familie und die Menschen, die beruflich auf mich angewiesen sind, sollten im Ernstfall nicht rätseln müssen.

Aus dieser persönlichen Verantwortung ist BeaconVaultHQ entstanden.

Christian WermterGründer und Entwickler von BeaconVaultHQ

01 · Der private Auslöser

Zuerst war da meine Familie.

Online-Konten, Verträge, Abonnements, Cloud-Dienste, Wallets und Gerätezugänge: Ich wusste, was existiert und wie alles zusammenhängt. Aber hauptsächlich deshalb, weil ich es selbst eingerichtet und verwaltet hatte.

Wenn ich plötzlich nicht erreichbar gewesen wäre, hätte meine Familie einzelne Passwörter oder Unterlagen finden können. Gefehlt hätte aber der Zusammenhang.

Die Fragen hinter den Zugangsdaten

  • Welche Konten existieren überhaupt?
  • Wo liegen die wichtigen Dokumente?
  • Wie wird das Smartphone entsperrt?
  • Welcher zweite Faktor wird benötigt?
  • Wo befinden sich die Wiederherstellungscodes?
  • Welche Information ist noch aktuell?
  • Und was muss damit konkret getan werden?

Vieles war sicher aufbewahrt – aber nicht übergabefähig organisiert.

Ein Passwortordner hätte mein Problem nicht gelöst. Auch ein Passwortmanager erklärt Angehörigen nicht automatisch, welche Informationen wichtig sind, wer sie sehen darf und welche Schritte notwendig sind.

So entstand die erste Idee für BeaconVaultHQ: eine private Vorsorgelösung für die digitale Welt.

02 · Der geschäftliche Auslöser

Dann stellte sich dieselbe Frage im Unternehmen.

Als Softwareentwickler, Unternehmer und IT-Dienstleister verwalte ich nicht nur meine eigenen Informationen. Zu meiner Arbeit gehören sensible Systeme, geschäftliche Zugänge und technische Abhängigkeiten.

Bestimmte Informationen mussten geschützt bleiben – durften aber nicht dauerhaft von meiner persönlichen Erreichbarkeit abhängen. Ein unverschlüsselter Notfallordner wäre leicht auffindbar, aber nicht verantwortbar gewesen. Zugangsdaten vorsorglich breit zu verteilen, hätte die Kontrolle geschwächt.

Gesucht war ein anderer Weg

  • Sensible Informationen verschlüsselt aufbewahren
  • Reguläre Zugriffe nach Verantwortung begrenzen
  • Persönliche und geschäftliche Daten trennen
  • Menschen vorbereiten, ohne sofort Einblick zu geben
  • Im gültigen Ernstfall kontrollierten Lesezugriff ermöglichen

Daraus entstand zunächst die Idee für BeaconVaultBC – Business Continuity für digitale Unternehmenszugänge.

Was nach einem zweiten Produkt aussah, beruhte auf derselben Frage: Wie bereite ich sensible Informationen für die richtigen Menschen vor, ohne sie vorher allgemein zugänglich zu machen?

03 · Das eigentliche Problem

Es fehlte nicht an Speicherplatz.
Es fehlte an einer geregelten Übergabe.

Passwortmanager, Cloudspeicher, Papierordner und getrennt gesicherte Recovery Codes lösen jeweils einen Teil der Aufgabe. Für mich beantwortete aber keine dieser Lösungen alle entscheidenden Fragen gemeinsam.

  1. Was wird im Ernstfall wirklich benötigt?

  2. Wer darf welche Informationen sehen?

  3. Wie bleibt alles geschützt und aktuell?

  4. Wie entsteht ein begrenzter Zugang, ohne vorher alles offenzulegen?

Das eigentliche Problem war der kontrollierte Übergang von persönlicher Verantwortung zu vorbereiteter Hilfe. BeaconVaultHQ sollte Informationen, Zusammenhang, Zuständigkeit und Freigabe miteinander verbinden.

04 · Aus zwei Ideen wurde eine Plattform

Zwei Kaufmotive.
Ein gemeinsamer sicherer Kern.

Ursprünglich waren BeaconVaultHQ für private digitale Vorsorge und BeaconVaultBC für Business Continuity als getrennte Produkte vorgesehen. Privat ging es um Angehörige und persönliche Entscheidungen. Geschäftlich ging es um Schlüsselpersonen, Zugänge, Rollen und betriebliche Handlungsfähigkeit.

Während der Entwicklung wurde deutlich: Beide brauchen verschlüsselte Tresore, geschützte Konten, getrennte Berechtigungen, vorbereitete Vertrauenspersonen und einen nachvollziehbaren Ernstfallprozess. Deshalb wurden beide Bereiche zunächst in einer gemeinsamen Plattform zusammengeführt.

Von zwei ursprünglichen Produktideen zu einer gemeinsamen Plattform mit zwei eigenen Wegen

Ursprüngliche Produktideen

BeaconVaultHQ

Private digitale Vorsorge

BeaconVaultBC

Geschäftliche Kontinuität

Ein gemeinsamer technischer Kern

BeaconVaultHQ

Verschlüsselte Tresore · geschützte Konten · geregelte Freigaben

Heute: eine Plattform, zwei verständliche Wege

Ein gemeinsamer technischer Kern bedeutet nicht, dass private Vorsorge und geschäftliche Kontinuität dasselbe Problem sind. Beide behalten ihren eigenen Weg.

05 · Die technischen Grundentscheidungen

Drei Entscheidungen prägen den technischen Kern.

  1. Inhaltsschutz

    Sensible Secret-Inhalte und Dateien werden auf deinem Gerät verschlüsselt, bevor sie an BeaconVaultHQ übertragen werden. Uns steht kein Betreiber- oder Masterschlüssel zur Verfügung, mit dem wir gespeicherte Secrets eigenständig entschlüsseln könnten.

    Wir können deine gespeicherten Secrets nicht lesen. Punkt.

    Das bezieht sich auf gespeicherte Secret-Inhalte. Notwendige Konto-, Abrechnungs- und Prozessmetadaten werden verarbeitet. Ein Abzug gespeicherter verschlüsselter Daten und eine aktive Manipulation der Anwendung sind unterschiedliche Angriffssituationen.

  2. Kontoschutz

    Ein Passwort allein sollte nicht über sensible Informationen entscheiden. Mehrfaktor-Authentifizierung, Passkeys und erneute Sicherheitsprüfungen bei sensiblen Aktionen schützen den Kontozugang.

  3. Freigabeschutz

    Eine Einladung gibt der Vertrauensperson noch keinen Einblick. Der Lebenszeichen- und Ernstfallprozess verwendet einen Dead-Man-Switch, kurz DMS. Ein ausgebliebenes Lebenszeichen ist noch keine Datenfreigabe.

    Zunächst greift der vorgesehene Warn- und Schutzprozess. Erst der gültige Ernstfallstatus, eine aktive Freigabe, der eigene Trustee-Zugang und der passende separate Zugangsschlüssel ermöglichen den zeitlich begrenzten Lesezugriff.

    Ein gewöhnlicher Check-in beendet einen bereits aktiven Ernstfall nicht. Dafür ist eine ausdrückliche, autorisierte Aufhebung erforderlich; sie widerruft den aktiven Portalzugriff.

    Den Ernstfallprozess ansehen
Die Sicherheitsprinzipien verstehen

06 · Hilfe ohne versteckten Zugang

Recovery ohne Betreiber-Hintertür.

Der Verlust deines Recovery Keys bedeutet nicht automatisch, dass du sofort aus deinen Tresoren ausgesperrt bist. Entscheidend ist, welcher reguläre Zugang noch vorhanden ist.

Regulärer Zugang ist noch vorhanden
Solange du deinen Account regulär öffnen und deine Tresore entsperren kannst, kannst du einen neuen Recovery Key erzeugen und sicher hinterlegen. Aktualisiere anschließend deine getrennt aufbewahrten Kopien.
Regulärer Zugang und nutzbarer Recovery Key fehlen
Wenn du deine verschlüsselten Tresore nicht mehr regulär öffnen kannst und keinen nutzbaren Recovery Key hast, kann auch unser Support die gespeicherten Secrets nicht entschlüsseln. Es gibt keinen Betreiberzugang, der den fehlenden Schlüssel ersetzt.

Bewahre deinen aktuellen Recovery Key unabhängig vom Konto sicher auf.

Drei verschiedene Aufgaben. Drei verschiedene Schlüssel.

Recovery Key
Für die Wiederherstellung des Zugangs zu verschlüsselten Tresorinhalten.
MFA-Recovery-Codes
Für die Wiederherstellung des zweiten Faktors beim Kontozugang.
Trustee-Zugangsschlüssel
Für den vorgesehenen Portalzugriff der Vertrauensperson nach gültiger Freigabe.

Diese Begriffe sind nicht austauschbar. Keiner dieser Schlüssel ersetzt die anderen.

07 · Vorsorge ist ein fortlaufender Prozess

Heute genutzt.
Im Ernstfall vorbereitet.

BeaconVaultHQ ist für den Ernstfall entstanden. Damit es dann helfen kann, muss die Vorsorge vorher eingerichtet und aktuell gehalten werden. Nicht alles muss an einem Tag fertig sein.

  • Neue Konten und wichtige Dokumente ergänzen
  • Veraltete Zugänge entfernen
  • 2FA- und Recovery-Informationen aktualisieren
  • Zuständigkeiten und Vertrauenspersonen überprüfen
  • Zugangsschlüssel sicher übergeben
  • Anweisungen auf Verständlichkeit prüfen

Halte fest, welche zweiten Faktoren für ein Konto benötigt werden und welche Wiederherstellungswege vorgesehen sind. Pflege diese Informationen ebenso regelmäßig wie Passwörter und Kontaktdaten.

Bestätige dein Lebenszeichen über die vorgesehene Check-in-Funktion. Das bloße Öffnen der Plattform oder eines Tresors reicht dafür nicht aus.

08 · Geteilte Verantwortung

Technik kann Vorsorge ermöglichen.
Sie kann Verantwortung nicht ersetzen.

Unser Teil
Gespeicherte Secrets vor Betreiberzugriff schützen, Anwendung und Infrastruktur absichern, Produktgrenzen verständlich erklären und Warnungen, Fristen sowie Freigabestatus nachvollziehbar machen.
Dein Teil
Informationen vollständig und aktuell halten, geeignete Vertrauenspersonen auswählen, Tresorfreigaben festlegen und Recovery Key sowie Zugangsschlüssel sicher aufbewahren.
Der Teil deiner Vertrauensperson
Die eigene Aufgabe kennen, den Zugangsschlüssel sicher verwahren, Informationen vertraulich und zweckgebunden behandeln, Zugriffsgrenzen respektieren und bei möglichen Fehlalarmen nicht vorschnell handeln.

Vorsorge entsteht aus Verschlüsselung, klaren Prozessen und Menschen, die ihre Rolle verstehen.

Technischer Zugriff ersetzt keine rechtliche, vertragliche oder externe Vollmacht. Prüfe die Befugnisse zum Handeln separat.

09 · Eine persönliche Überzeugung

Gebaut aus eigener Verantwortung.

Wichtige Informationen müssen geschützt bleiben. Und trotzdem muss geregelt sein, was geschieht, wenn der verantwortliche Mensch nicht selbst handeln kann.
Christian WermterGründer und Entwickler von BeaconVaultHQ

Ich habe BeaconVaultHQ nicht entwickelt, weil der Markt noch eine weitere Ablage für Passwörter brauchte. Ich habe es entwickelt, weil ich selbst eine Lösung benötigte, der ich persönliche und geschäftliche Informationen anvertrauen konnte – ohne vorsorglich unkontrollierten Zugriff einzurichten.

Heute verbindet BeaconVaultHQ private Vorsorge und Business Continuity in einer Plattform. Ich möchte, dass diese Verantwortung nicht hinter großen Versprechen verschwindet, sondern technisch und verständlich lösbar wird.

10 · Zwei Wege zum nächsten Schritt

Welche Verantwortung möchtest du zuerst regeln?

Private Vorsorge

Ordne persönliche Zugänge, Geräteinformationen, Dokumente und Anweisungen. Bereite Vertrauenspersonen darauf vor, im Ernstfall die für sie vorgesehenen Informationen zu finden.

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Strukturiere kritische Unternehmenszugänge, Rollen und Handlungsanweisungen. Bereite den owner-gebundenen Ernstfallzugriff für deine Organisation nachvollziehbar vor.

Persönliche Business-Tresore und echte Organisationen haben einen unterschiedlichen Umfang. Der Organisationsprozess folgt derzeit dem Owner; andere Mitglieder haben keinen eigenen organisatorischen Ausfallplan.

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Beginne mit den wichtigsten Informationen. Du kannst deine Vorsorge Schritt für Schritt ergänzen.